Lissaboner Open-Air-Kino. Foto: Eva Maekler

Sommer in Lissabon: Filmreif!

Filmreife Lissaboner Szenen.Foto: Eva Maekler
Lissabon ist filmreif … und in heißen Julinächten verlegt sich das Geschehen manchmal auch auf die Leinwand! Foto: Eva Maekler

Lissabon ist filmreif. Und hört ganz bestimmt nicht auf, das zu feiern – auch nach dem großen Finale der CineConchas. In der ganzen Stadt gibt es regelmäßig die Möglichkeit, besonders an den Wochenenden in den unterschiedlichsten Stadtkulissen internationales Kino von Feinsten zu genießen. Unter freiem Himmel, fast immer in der Originalsprache und meistens gratis. Lisboa – Soulcity verrät die schönsten Film-Kulissen für traumhafte Sommernächte in Lissabon.

Cinema no verão: Lissaboner Sommerkino, auch nach den CineConchas

Quasi eine Verlängerung der Festas de Lisboa: CineConchas verwandeln die Quinta das Conchas auch Im Juli noch ein paar Mal in ein Open-Air-Kino. Foto: Eva Maekler
Noch bis 11. Juli: „CineConchas“, Open-Air-Kino im Park der Quinta das Conchas, Lisboa. Foto: Eva Maekler

Quasi eine Verlängerung der Festas de Lisboa ist das letzte Wochenende der CineConchas. Der Park der Quinta das Conchas, an der gelben Metro-Linie Richtung Odivelas gelegen, verwandelt sich am zweiten Juli-Wochenende noch einmal in ein riesiges Sternenhimmel-Kino. Zum Abschluss zeigen die CineConchas am Samstag den Animationsfilm Home (zweiter Teil) aus der DreamWorks-Werkstatt.

Lisboas Jardim das Amoreiras: An Sommerwochenenden ist hier fast immer was los. Foto: Eva Maekler
Lissaboner Sommerabende, ganz entspannt unter den historischen Aquäduktbögen: Der Jardim das Amoreiras. Foto: Eva Maekler

Romantischer wird’s im kleinen Jardim das Amoreiras. Wer sich zu erwachsen fühlt für einen Animationsfilm – oder einfach Nostalgie pur für angebrachter hält angesichts dieser Stadtkulisse – kann sich statt zur Quinta das Conchas am 11. Juli in Richtung Amoreiras begeben.  Die Metro-Linie ist wiederum die gelbe, linha amarela, aber in die entgegengesetzte Richtung, bis zur Endstation Rato. Von dort aus muss man ein paar Schritte steil hinaufgehen zu diesem sympathischen, entspannten kleinen Park, Er schmiegt sich ans Aquädukt, und kaum jemand hier nennt ihn bei seinem offiziellen Namen: Jardim Marcelino Mesquita.

Im Juli im Jardim das Amoreiras:
Sommerkino in zwei verschiedenen Parks von Lisboa: „Cinema no verão“. Copyright: Freguesia Santo Antonio

Am Sonnabend, 11. Juli verabreden sich hier also alle Grease-Fans auf 21.30 Uhr, um mitzuschwelgen und vielleicht sogar mitzutanzen mit Olivia Newton-John und John Travolta. An den kommenden Samstagen geht es mit Dirty Dancing und Footloose  entsprechend weiter, bevor im August der Jardim do Torel „übernimmt“, mit Klassikern von Flash Gordon bis Top Gun.

Es ist angerichtet: Lisboas Centro Mário Dionísio bittet zu Tisch

Lissaboner Kunstzentrum lädt zum Kinoereignis unter freiem Himmel: Das Centro Mario Dinonisio lohnt den Besuch. Copyright: Centro Mario Dionisio
Lissaboner Outdor-Kino bittet zu Tisch: Das Centro Mario Dinonisio zeigt im Juli immer montags um 21.30 Uhr Filme rund um Begegnungen bei Essen und Trinken. Copyright: Centro Mario Dionísio

Wer nach dem Überangebot am Wochenende Angst vor Entzugs-Erscheinungen hat, darf sich schon auf den jeweils folgenden Montag freuen. Und darauf, einen Ort in Lissabon kennenzulernen, der selbst den wenigsten Lisboetas vertraut ist: Das Centro Mário Dionísio in der Rua da Achada, im Stadtteil Mouraria und nahe beim Castelo. Das dem gleichnamigen Maler gewidmete Zentrum veranstaltet eine Kinoreihe unter freiem Himmel, bei der sich alles darum dreht, gemeinsam zu Tisch zu sitzen: A comida está na mesa. In den unterschiedlichsten Kombinationen, aber immer vom Feinsten.

Lisboas Centro Mario Dionisio bietet in Sachen Freiluft-Kino bis 28. September vielfältigsten Filmgenuss. Copyright: Centro Mario Dionisio
Lissaboner Freiluft-Kinonächte wird es auch im August und September noch geben. Die Reihe „A comida está na mesa“ bietet zum Beispiel bis 28. September vielfältigsten Filmgenuss. Copyright: Centro Mario Dionísio

Am Montag, 13. Juli steht zum Beispiel, wie immer um 21.30 Uhr, Der Koch, der Dieb, seine Frau und ihr Liebhaber von Peter Greenaway auf dem Programm; am 20. Juli kann man die kanadische satirische Komödie Der Untergang des amerikanischen Imperiums von Denys Arcand sehen, und am 27. geht dem brasilianischen Como era gostoso o meu francês (etwa: „Wie lecker war doch mein Franzose“ … und ja, das ist sexuell gemeint) von Nelson Pereira dos Santos, 1971, der italienische Kurzfilm La Ricotta von Pier Paolo Pasolini aus dem Jahr 1963 voraus. Das Centro Mário Dionísio zeigt alle Filme im Original, wenn nötig mit portugiesischen Untertiteln – und ein Gastgeber des Zentrums gibt jeweils eine kleine Einführung zum Film. Das gilt auch für die Fortsetzung der Reihe im August und September. Dann gibt es noch Highlights wie Le charme discret de la burgeoisie von Luis Buñuel oder Coffee and Cigarettes von Jim Jarmusch zu sehen.

Lissaboner Kulisse von oben: Cinema no Terraço im ZDB

Lissabons Bairro Alto zu Füßen: Hier geht´s zur Kino-Terasse der Galeria Zé dos Bois. Foto: Eva Maekler
Mitten in Lissabons Bairro Alto gelegen: Die Galeria Zé dos Bois. Hier hinein und dann die Treppe rauf … Kino, Musik, Sternenhimmel und Lisboa! Foto: Eva Maekler

Nicht „nur“ Kino mit Musik, sondern zum Auftakt auch Musik-Kino mit Live-DJ: Das gibt’s ab 22. Juli auf der Terrasse der Galeria Zé dos Bois, über den Dächern des Bairro Alto, jeweils ab 22 Uhr. Heuer drehen sich alle gezeigten Filme um die Tuareg und ihre Musik. Den Anfang macht ein neuer Film aus diesem Jahr: Akounak tedalat taha tazoughai von Christopher Kirkley. Übersetzt bedeutet das etwa „Regen, blau, mit ein wenig rot dabei“ – „Purple Rain“ also, in einer Sprache, die kein Wort für „purple“, lila, hat. Mdou Moctar heißt der Hauptdarsteller, der es im Film zum Prince der Wüste schaffen will. Der Musiker und Regisseur Christopher Kirkley ist live beim DJ-Set dabei an diesem Abend. Dafür kostet der Eintritt ausnahmsweise fünf Euro – an den kommenden Abenden dann jeweils nur zwei.

Für Lissaboner „Vorstadtkrokodile“: Kino unterm Sternenhimmel von Amadora

Lisboa goes Amadora - für familienfreundliche Kino-Sommerabende, gratis unter freiem Himmel. Copyright: Biblioteca Municipal Fernando Piteira Santos
Lissabons Vorstadt Amadora hat 2015 zum ersten Mal ihr eigenes Open-Air-Kino. Familienfreundlich und sehenswert! Copyright: Biblioteca Municipal Fernando Piteira Santos

Besonders für Familien mit Teens und alle, die auch gerne mal „Terra incognita“ im Lissaboner Kontext kennenlernen wollen, schließlich noch ein besonderer Tipp für Freitag abende im Juli und im August: Wer sich in den Zug nach Sintra setzt, kann ja auch mal eher aussteigen. Oder, noch besser, nach einem schönen Tag in der Ausflugsstadt auf dem Weg zurück schon in Amadora aussteigen. Dort zeigt die Biblioteca Municipal Fernando Piteira Santos, Avenida Conde Castro Guimarães, 6, jeweils ab 21.30 Uhr Filme, die generationenübergreifend schön sind. Am 24. Juli zum Beispiel die Vorstadtkrokodile von Christian Ditter. Auf jeden Fall einen Kino-Ausflug ins wahre Leben wert!

em

Advertisements

3 Kommentare zu “Sommer in Lissabon: Filmreif!”

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s