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Endlich wieder Juni in Lissabon: Festas de Lisboa 2017!

Festas de Lisboa: Ueberall in der Stadt wehen die Fahnen mit den symbolischen Sardinen. Foto: Eva Maekler
Festas de Lisboa: Die Sardinen werden von den Lisboetas in einem Wettbewerb jedes Mal selbst gestaltet und sind dieses Jahr wieder andere – heissgeliebte Tradition. Foto: Eva Maekler

Es ist wieder soweit: Festas de Lisboa! Einen Monat feiert Lissabon sich selbst, den Sommer, die Lebenslust – und die Stadtheiligen. Von letzteren ist der heilige Antonius, Santo António, der Superstar hier. Besonders in der Nacht vor dem Jahrestag seines Todes (13. Juni 1231). Da er der Schutzpatron Lisboas ist, ist der 13. Juni in der Stadt ein offizieller Feiertag. Die Nacht davor ist quasi endlos; sie beginnt schon am späten Nachmittag, auf der Avenida da Liberdade – mit dem Wettbewerb um den Platz mit der besten Aussicht auf die marchas populares. Diese Tradition und mehr Informationen zu den Festas de Lisboa hat Lisboa-Soulcity schon in diesem Artikel erklärt. Diesmal geht speziell darum, beim wie immer umfangreichen Programm 2017 den Durchblick zu bekommen – und gerade die speziellsten Angebote nicht zu verpassen.
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Das Lissabon von Jonas Rothlaender: Fado, filmreif!

Lissabon, Fado-Schauplatz: Im Film von Jonas Rothlaender gilt das für ein junges deutsches Paar auch auf der ganz persönlichen Ebene. Copyright: StickUp Filmproduktion
Fado in Lissabon: Im Film von Jonas Rothlaender wird die Stadt am Tejo zur Schicksalsstadt für den jungen Arzt Fabian und seine große Liebe Doro. Copyright: StickUp Filmproduktion

Lissabon nicht nur als Schauplatz, sondern quasi als Gegen-Spieler für eine der Hauptfiguren: Diese Rolle hat Jonas Rothlaender der Stadt am Tejo zugedacht, in seinen Film Fado. Das Konzept ist aufgegangen: Die Intensität und Leidenschaft, die in Lisboa nicht nur in der Musik spürbar sind, lassen die Bilder teilweise schmerzen. Und fesseln dabei. In der Geschichte reist der junge Arzt Fabian seiner großen Liebe Doro hinterher, die als Architektin in Lissabon eine Arbeit gefunden hat. Hier gewinnt ihre Liebe zunächst wieder an Leben – doch auch Fabians großer Dämon Eifersucht. Wie Lissabon zu seiner Hauptrolle in Jonas‘ Film kam – und wie er die Stadt auch außerhalb des Films erlebt, erzählt Jonas Rothlaender hier, auf Lisboa-Soulcity.
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Das Lissabon von Helena Reis, H.Reis.Capulana: Rund um die Alfama

Lissabons Alfama ist ihr "Arbeitszuhause": Helena Reis im Eingang von H.Reis.Capulana. Foto: Eva Maekler
Lissabons Alfama, mittendrin: Helena Reis im Eingang zu ihrem Atelier. Foto: Eva Maekler

Gute 350 Kilometer sind es von Marco de Canaveses, einem kleinen Städtchen auf der Höhe Portos, bis ins Herz Lisboas, die Alfama. Eine Drei-Stunden-Fahrt mit dem Auto. Oder auch ein paar Jahre, etliche kleine Umwege mit eingerechnet. Über Mosambik, zum Beispiel, um dort ein halbes Jahr als Lehrerin zu arbeiten. Eine Erfahrung, die Spuren hinterlaesst. Gefühle, Gerüche, Geräusche und Farben.

Lissabons Alfama ist die kreative Heimat von Helena Reis und Maria José. Foto: Eva Maekler
Kreative Heimat Alfama: Helena Reis (links) teilt sich Laden und Atelier im Herzen Lissabons mit Maria José. Foto: Eva Maekler

Wenigstens letztere kann man mitnehmen, zum Auf-der-Haut-tragen: Capulanas, farbenfrohe Tücher, die in Mosambik einfach um den Körper gewunden werden, zum Beispiel als Rock. Und wenn man dazu die Energie einer Helena Reis aus Marco de Canaveses hat, geht man damit nach Lissabon und macht die Stadt noch etwas multikultureller und kreativer. Damit jeder, der Lisboa besucht, nicht nur ein Stück Portugal mit nach Hause nehmen kann, sondern gleichzeitig mosambikanische Lebensfreude auf der Haut trägt. Für Lisboa-Soulcity geht die junge Designerin raus aus ihrem Atelier, in ihre persönliche Tag-für-Tag-Alfama, abseits aller Touristen-Tascas und Fado-Lokale. Und zeigt uns, wo in Lissabon afrikanische Up-to-date-Kultur am spannendsten zu erleben ist.

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Das Lissabon von Rafael Santos

Rafael Santos und ein eléctrico 28 in Lissabon. Foto: Eva Maekler
Lissaboner Moment: Rafael Santos im Gespräch mit Lisboa-Soulcity – und prompt fährt ein Wagen der berühmten Straßenbahn 28 vorbei. Foto: Eva Maekler

„Wo ist das Castelo?“ „Wo muss ich für die Feira da Ladra aussteigen?“ „Wie komme ich ins Bairro Alto?“ Das sind die persönlichen Top 3 von Rafael Santos, wenn es um die häufigsten Touristenfragen geht. Jeden Tag. Denn Rafael ist guarda-freio. Was wörtlich bedeutet, dass er die Bremsen überwacht. Und das sagt schon viel mehr darüber aus, wie sein Berufsalltag ausschaut, als die korrekte deutsche Berufsbezeichnung: Straßenbahn-Fahrer. Wenn er vorne in der berühmten 28 steht, wird er häufiger fotografiert als der Papst, davon ist er überzeugt. Vielleicht sind es bei ihm auch noch ein paar Fotos mehr als bei seinen Kollegen, weil einige Fahrgäste ihn als den Autor des Diário do Tripulante erkennen, seines Blogs als Bus- und Straßenbahnfahrer. Bei einem Spaziergang  mit Lisboa – Soulcity durch sein Lissabon beschränkt er sich zum Glück nicht auf die kurzen Ansagen an seine Fahrgäste …

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Das Lissabon von Telmo Pires

„Se juntarmos todas as cores da cidade …“, so beginnt ein Liebeslied: „Wenn wir alle Farben dieser Stadt zusammenfügen …“ Ein Liebeslied an eine Stadt. Lisboa, seine Stadt: Telmo Pires. Der in Deutschland aufgewachsene portugiesische Fadosänger lebt seit vier Jahren in der Stadt des Fado. Den Text für Meu amor hat er noch in Berlin geschrieben – aufnehmen konnte er ihn bereits in Lissabon. Es war nicht nur ein Umzug zu den Wurzeln seiner Musik. Es war seine bisher größte Herausforderung: Er, der „Emigrant“, der in Deutschland bereits mit drei CDs musikalisch erfolgreich war und den in Portugal kaum jemand kennt, will es hier schaffen. Klar, dass er auf Skepsis trifft, manchmal vielleicht auch auf Neid. Aber eben auch auf die Besten seiner Branche. Die besten an der portugiesischen Gitarre, die besten Komponisten, die besten Texter … Sein Gedanke: „Wenn ich die nicht knacke, dann kann ich es vergessen.“ Das Ziel des Fado-Sängers, der die Grenzen seines Genres überschreitet: Einer von ihnen zu sein. Sein ganz persönliches Fado-Versprechen – Fado Promessa. So der Name seiner aktuellen CD, der ersten, die er in Portugal aufgenommen hat.

In Lissabon zu Hause: Telmo Pires und der Fado. Copyright: Telmo Pires
Lissabon ist für Telmo Pires untrennbar mit Fado verbunden. Aber nicht nur … Copyright: Telmo Pires

Das Ergebnis: Nach vier Jahren in der Stadt wird er geadelt. Durch einen der bedeutendsten Gralshüter seiner Kunst, das Museu do Fado. Mitverantwortlich für die erfolgreiche Bewerbung um die Anerkennung des Fado als immateriellem Kulturerbe. Die Auszeichnung trägt diese urportugiesische Musik seit November 2011, und damit hat das Museu do Fado ganz offiziell die Aufgabe, dieses Erbe zu pflegen. „Deswegen habe ich nie, nicht mal im Traume, einen Gedanken daran verschwendet, dass ich da spielen könnte“, sagt er im Gespräch mit Lisboa – Soulcity. Kurz, nachdem er dort gespielt hat. Diesen 17. Juli 2014 wird er in seinem Leben nicht vergessen. Doch seine Liebe zu dieser Stadt geht noch sehr viel tiefer. Auf Lisboa – Soulcity erzählt Telmo Pires davon, von seinen ganz persönlichen Highlights der Stadt – bei weitem nicht nur in Sachen Fado – und er zeigt Bilder, fotografische Momentaufnahmen aus seinem Lisboa. Das Lissabon von Telmo Pires weiterlesen