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Sommer in Lissabon: Filmreif!

Filmreife Lissaboner Szenen.Foto: Eva Maekler
Lissabon ist filmreif … und in heißen Julinächten verlegt sich das Geschehen manchmal auch auf die Leinwand! Foto: Eva Maekler

Lissabon ist filmreif. Und hört ganz bestimmt nicht auf, das zu feiern – auch nach dem großen Finale der CineConchas. In der ganzen Stadt gibt es regelmäßig die Möglichkeit, besonders an den Wochenenden in den unterschiedlichsten Stadtkulissen internationales Kino von Feinsten zu genießen. Unter freiem Himmel, fast immer in der Originalsprache und meistens gratis. Lisboa – Soulcity verrät die schönsten Film-Kulissen für traumhafte Sommernächte in Lissabon.

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Das Lissabon von Rita Braga

Rita Braga vor der Lissaboner Galeria Zé dos Bois. Copyright: Eva Maekler
Galeria Zé dos Bois, Bairro Alto, Lisboa: Hier stellt Rita Braga am 26. März ihre neue EP vor. Foto: Eva Maekler

Galeria Zé dos Bois, Rua da Barroca, 59, Bairro Alto, Lisboa. Hierhin kann man immer kommen, wenn man im Bairro Alto, das ansonsten längst in seinem ganz eigenen Mainstream angekommen ist, gerne mal wieder überrascht werden möchte. Zum Beispiel von einem Sound made in Portugal, der die ganze Welt in sich trägt. Wie der von Rita Braga, die mit ihrer Musik – immer dabei: die Ukulele! – durch die Welt reist und dabei die unerwartetsten, geheimsten, seltsamsten und großartigsten Orte erobert. Und sich von ihnen erobern lässt. Was für Kombinationen von Rhythmen, Stilen und Instrumenten sorgt,  die bisher unerhört waren. Jedenfalls in dieser Schönheit. Am Donnerstag, 26. März, 22 Uhr stellt Rita in der Galeria Zé dos Bois ihre neue EP vor: Gringo in São Paulo. Für Lisboa – Soulcity stellt sie ihr ganz persönliches Bairro Alto vor. Eines, das es so eigentlich gar nicht mehr gibt. Rita lässt es wieder aufleben.

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Heiße Ohren in Lissabon: Festival Rescaldo

Festival-Feeling in Lisboa: Für die Acts bei Rescaldo – zum Beispiel Caveira – gibt es keine Genre-Grenzen. Copyright: Festival Rescaldo / Vera Marmelo

Viel mehr als „nur“ Fado: Ab Freitag, 20. Februar kann man mit einem Trip nach Lissabon die musikalische Avantgarde Portugals kennenlernen. An zwei Wochenenden, bis Sonnabend, 28. Februar, kann man dann in Lisboa Musik erleben, wie man sie sonst viel zu selten zu hören bekommt.

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Das Lissabon von Wolf Gaudlitz

„Ich hab‘ doch Flügel, ich leb‘ doch sowieso nicht auf dieser Erde …“ Das sagt einer von sich, der seine Flügel aber auch immer wieder anlegen kann. Um dort zu landen, wo er das Leben spürt, ob in Palermo, der Sahara, der Namib oder in Lissabon: Wolf Gaudlitz.

In die Wüste hat er das Kino gebracht. Mit seinem Cinemamobile. Und kam, nach über einem Jahrzehnt Arbeit, mit einem neuen Film zurück, der jetzt endlich im Kino zu sehen ist: Sahara Salaam. Mit Palermo flüstert hat er 2001 Lebenden und Toten eine Stimme gegeben, die  – zumindest bis dahin – Unerhörtes zu erzählen hatten. Klar, dass einer wie er schon längst dieser Stadt einen Film gewidmet hat: Taxi Lisboa. Den deutschen Film, der seit 1996 immer wieder in ausgesuchten Kinos die Poesie der portugiesischen Hauptstadt auf eine Leinwand projiziert. Denn Gaudlitz räumt darin nicht nur Augusto Macedo eine Hauptrolle ein, der als damals 92-Jähriger wohl der älteste Taxifahrer der Welt gewesen sein dürfte, sondern auch der Stadt selbst. Den Menschen, die hier leben, stranden, den Blick immer in die Ferne richten und doch genau spüren, dass es keinen besseren Ort für ihre Träume gibt. Für Lisboa-Soulcity malt er mit Worten ein Bild von seinem Lisboa. Das Lissabon von Wolf Gaudlitz weiterlesen

Das Lissabon von Telmo Pires

„Se juntarmos todas as cores da cidade …“, so beginnt ein Liebeslied: „Wenn wir alle Farben dieser Stadt zusammenfügen …“ Ein Liebeslied an eine Stadt. Lisboa, seine Stadt: Telmo Pires. Der in Deutschland aufgewachsene portugiesische Fadosänger lebt seit vier Jahren in der Stadt des Fado. Den Text für Meu amor hat er noch in Berlin geschrieben – aufnehmen konnte er ihn bereits in Lissabon. Es war nicht nur ein Umzug zu den Wurzeln seiner Musik. Es war seine bisher größte Herausforderung: Er, der „Emigrant“, der in Deutschland bereits mit drei CDs musikalisch erfolgreich war und den in Portugal kaum jemand kennt, will es hier schaffen. Klar, dass er auf Skepsis trifft, manchmal vielleicht auch auf Neid. Aber eben auch auf die Besten seiner Branche. Die besten an der portugiesischen Gitarre, die besten Komponisten, die besten Texter … Sein Gedanke: „Wenn ich die nicht knacke, dann kann ich es vergessen.“ Das Ziel des Fado-Sängers, der die Grenzen seines Genres überschreitet: Einer von ihnen zu sein. Sein ganz persönliches Fado-Versprechen – Fado Promessa. So der Name seiner aktuellen CD, der ersten, die er in Portugal aufgenommen hat.

In Lissabon zu Hause: Telmo Pires und der Fado. Copyright: Telmo Pires
Lissabon ist für Telmo Pires untrennbar mit Fado verbunden. Aber nicht nur … Copyright: Telmo Pires

Das Ergebnis: Nach vier Jahren in der Stadt wird er geadelt. Durch einen der bedeutendsten Gralshüter seiner Kunst, das Museu do Fado. Mitverantwortlich für die erfolgreiche Bewerbung um die Anerkennung des Fado als immateriellem Kulturerbe. Die Auszeichnung trägt diese urportugiesische Musik seit November 2011, und damit hat das Museu do Fado ganz offiziell die Aufgabe, dieses Erbe zu pflegen. „Deswegen habe ich nie, nicht mal im Traume, einen Gedanken daran verschwendet, dass ich da spielen könnte“, sagt er im Gespräch mit Lisboa – Soulcity. Kurz, nachdem er dort gespielt hat. Diesen 17. Juli 2014 wird er in seinem Leben nicht vergessen. Doch seine Liebe zu dieser Stadt geht noch sehr viel tiefer. Auf Lisboa – Soulcity erzählt Telmo Pires davon, von seinen ganz persönlichen Highlights der Stadt – bei weitem nicht nur in Sachen Fado – und er zeigt Bilder, fotografische Momentaufnahmen aus seinem Lisboa. Das Lissabon von Telmo Pires weiterlesen