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Herbst in Lissabon: Lisboa ist in „Moda“

Lisboa, Praça do Município: Rita (links) und Francisca im Eingang des Rathauses, der Câmara Municipal de Lisboa. Foto: Eva Maekler
Moda Lisboa, 2016: Rita (links) und Francisca posieren auf der Praça do Município fuer Lisboa-Soulcity, am Eingang der Câmara Municipal de Lisboa. Auch das Rathaus hat naemlich seine Tueren weit geoeffnet fuer die Moda Lisboa. Foto: Eva Maekler

Herbst in Lissabon – nur langsam merkt man es dem Wetter an, dass die Sommer-Monate offiziell vorbei sind. Herbstlaub-Rascheln hört man kaum. Ein Event aber hat der Stadt  zum Saisonwechsel neue Farben-Freude geschenkt: Die Moda Lisboa, die Lissaboner Fashion Week. Und nachdem man sich jetzt so langsam auch in Lisboa wieder in etwas mehr Kleidung hüllen kann, ohne Hitzeschocks zu erleiden, hat Lisboa-Soulcity sich zur Moda Lisboa mit zwei Lissabonerinnen getroffen, die zwei Dinge besonders gut wissen: Zum einen, wie man mit Mode immer ein Stück Portugal auf der Haut tragen kann. Und zum anderen, wie und wo man mit einem studentischen Budget in Lissabon Mode vom Laufsteg auf die Straße übersetzt …

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Das Lissabon von Rafael Santos

Rafael Santos und ein eléctrico 28 in Lissabon. Foto: Eva Maekler
Lissaboner Moment: Rafael Santos im Gespräch mit Lisboa-Soulcity – und prompt fährt ein Wagen der berühmten Straßenbahn 28 vorbei. Foto: Eva Maekler

„Wo ist das Castelo?“ „Wo muss ich für die Feira da Ladra aussteigen?“ „Wie komme ich ins Bairro Alto?“ Das sind die persönlichen Top 3 von Rafael Santos, wenn es um die häufigsten Touristenfragen geht. Jeden Tag. Denn Rafael ist guarda-freio. Was wörtlich bedeutet, dass er die Bremsen überwacht. Und das sagt schon viel mehr darüber aus, wie sein Berufsalltag ausschaut, als die korrekte deutsche Berufsbezeichnung: Straßenbahn-Fahrer. Wenn er vorne in der berühmten 28 steht, wird er häufiger fotografiert als der Papst, davon ist er überzeugt. Vielleicht sind es bei ihm auch noch ein paar Fotos mehr als bei seinen Kollegen, weil einige Fahrgäste ihn als den Autor des Diário do Tripulante erkennen, seines Blogs als Bus- und Straßenbahnfahrer. Bei einem Spaziergang  mit Lisboa – Soulcity durch sein Lissabon beschränkt er sich zum Glück nicht auf die kurzen Ansagen an seine Fahrgäste …

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Juni in Lissabon: „Festas de Lisboa“

Die Festas de Lisboa 2015 eingeläutet hat der Torre de Belém mit einer einzigartigen Multimediashow. Foto: Eva Maekler
Festas de Lisboa 2015: Die Multimedia-Eröffnungsshow rund um den Torre de Belém hat Lust gemacht auf fünf Wochen Lissabon at it’s best. Foto: Eva Maekler

Lissabons Hoch-Zeit ist da. Jetzt. Den ganzen Juni lang und darüber hinaus, bis Sonntag, den 5. Juli. So lange weisen Sardinen den Weg zum nächsten arraial, zum nächsten Konzert oder Mitmach-Event. Gerne an Plätzen in der Stadt, an denen man das nicht erwartet. Vielleicht ist man auch längst zum Protagonisten einer Theater- oder Multitmedia-Inszenierung geworden, ohne es gemerkt zu haben. Wenn dabei bunte, kunstvolle Styropor-Sardinen an Wänden und Mauern hängen: Willkommen mitten in den Festas de Lisboa! Wenn außerdem der Duft von gegrillten Sardinen in der Luft hängt, Reihen aus Holz-Bänken und -Tischen mitten auf der Straße stehen und von einer improvisierten Bühne portugiesischer Schlager, Pimba vom Feinsten, feilgeboten wird, den mindestens 90 Prozent aller Anwesenden mitsingen können: Unbedingt mittanzen, zur fettigen Sardine auf Brot einen Becher selbstgemachter Sangria bestellen und sich mindestens eine lange Sommernacht lang dem arraial hingeben! Der Gedanke an den Rückflug – irgendwann, vielleicht … wird unmöglich werden. Schließlich bietet die Stadt in diesen fünf Wochen genug Programm für eine ganze Sommersaison.

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Es riecht nach Farturas in Lissabon …

Lisboa-Soulcity: Farturas - zum Anbeissen ... Copyright: Eva Maekler
In Lissabon gehören Farturas auf jedem Rummelplatz und bei jedem Event unbedingt dazu. Copyright: Lisboa-Soulcity / Eva Maekler

In Lissabon riechen Weihnachtsferien anders. Ein bisschen nach Karneval, jedenfalls für deutsche Nasen. Das liegt an den Farturas. Nach in viel heißem Öl ausgebackenem Mehl und Zucker. Wie Krapfenteig, nur im Bratwurst-Format.

Lisboa-Soulcity: Lissabons weihnachtliches Videomapping auf der Praça do Comércio. Copyright: Eva Maekler
Bei Spektakeln wie hier dem weihnachtlichen Videomapping auf der Praça do Comércio duftet es eigentlich immer auch nach Farturas … Copyright: Lisboa-Soulcity / Eva Maekler

Eine Fartura gibt es in Lisboa eigentlich immer und überall dort, wo es laut, bunt und wuselig zugeht. Also schon einmal auf jedem Rummelplatz, klar. Bei jedem Feuerwerk. Bei jedem Konzert. Einfach alles, was nach Event riecht, riecht auch nach süßen Farturas. Für die Weihnachtsferien bedeutet das ein olfaktorisches Dauer-Großevent. Weihnachtsseligkeit und Rummelplatzgetümmel – in Lissabon geht das nämlich bestens zusammen. Und zwar nicht mal so kurz zwischendurch zur Abwechslung, sondern ganze zwei Monate lang, seit Beginn der Adventszeit und noch bis zum 25. Januar.

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Boas Festas, Lisboa!

Lisboa - Soulcity: Handgemachtes Lissabon zum Mitnehmen. Copyright: Eva Maekler
Lissabon, selbstgemacht. Mit Lisboa – Soulcity kann man sogar einen Hauch deutscher Weihnachtsmarktatmosphäre finden in der Stadt des Lichts. Copyright: Eva Maekler

Glühweinduft, bunte Lichter und Plätzchen – die deutsche Weihnachtsmarkt-Gemütlichkeit ist weltberühmt. Die portugiesische Übersetzung, live zu erleben in Lissabon, kennt ganz viele Varianten. Eine Konstante gibt es: Licht. Viel Licht. Oft auch bunt.

Lisboa - Soulcity: Lissabons Rossio, als riesiges Geschenk verpackt. Copyright: Eva Maekler
Lissabons Rossio: Zu Weihnachten im weißen Licht mit roter Schleife. Copyright: Eva Maekler

Das ist aber gar keine Voraussetzung, um wunderschön zu sein. Die Stadt des Lichts macht ihrem Beinamen im Winter nämlich noch einmal auf ganz besondere Weise Ehre. Bombastisch und minimalistisch zugleich zeigt sich zum Beispiel der zentrale Rossio, auf Stadtplänen auch mit dem offiziellen Namen Praça de Dom Pedro IV zu finden: Zwei riesige, begehbare Geschenkpakete aus Licht, in klassischem Weiß mit roter Schleife, passen sich hervorragend in die prächtige Kulisse des Stadtplatzes ein.

Geschenkpakete aus Licht schweben ueber Lissabons Rua Aurea. Copyright: Eva Maekler
Lisboa im Winter: Voller Geschenke aus Licht. Copyright: Eva Maekler

Kleiner und bunter, schweben viele Präsente über der Rua Áurea, bis hinunter zur Praça do Comércio. Im Chiado schweben die Geschenke-Schleifen über der Rua Garrett, außerdem gibt es Schneebälle, Sterne, Sternschnuppen … und das nicht nur in der Innenstadt, der Baixa, sondern auch in den den verschiedenen Stadtbezirken, den Freguesias. Dort gibt es auch manchmal, oft nur für ein paar Tage, Weihnachts-Märkte, die an die heimeligen deutschen Seelenwärmer erinnern. Nur sind sie für Lisboas Besucher schwerer zu finden als die großartigen Events, wie es sie im Dezember zum Beispiel auf der Praça do Comércio gibt (dazu demnächst natürlich auch mehr, hier auf Lisboa – Soulcity). Ein Beispiel ist die Avenida da Igreja, zwischen der Praça Alvalade (die grüne Metro-Linie Richtung Telheiras fährt direkt hin) und dem Largo Frei Heitor Pinto.

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MUDE: Museumsreife Lebenskunst in Lissabon

Das MUDE ist Lissabons Museum für Design und Mode. Copyright: Eva Mäkler
Das Lissaboner Museum für Design und Mode, MUDE, kuratiert jede Ausstellung mit viel Liebe – und spielt dabei auch immer mit der Struktur der eigenen Architektur. Copyright: Eva Mäkler

Ein Museum für Design und Mode – das bedeutet viel Platz für eine alltägliche, omnipräsente Form von Kunst. Das Bewusstmachen von Prägungen. Vom Kollektiven individueller Erinnerungen. Es verspricht Exponate ohne gefühlten Museumsstaub und offene Türen zum wahren Leben. Das Lissabonner MUDE erfüllt diese Versprechen aufs interessanteste.  Es macht Spaß, seine Ausstellungen sind bestens kuratiert – und kostenlos zu besuchen, dienstags bis sonntags zwischen 10 und 18 Uhr. Noch bis 30. September kann man eine große Ausstellungs-Installation sehen, die einem besonders schillernden Beispiel für die Verquickung von Kunst, Kommerz und Leben gewidmet ist: André Saraiva.

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