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Das Lissabon von Jonas Rothlaender: Fado, filmreif!

Lissabon, Fado-Schauplatz: Im Film von Jonas Rothlaender gilt das für ein junges deutsches Paar auch auf der ganz persönlichen Ebene. Copyright: StickUp Filmproduktion
Fado in Lissabon: Im Film von Jonas Rothlaender wird die Stadt am Tejo zur Schicksalsstadt für den jungen Arzt Fabian und seine große Liebe Doro. Copyright: StickUp Filmproduktion

Lissabon nicht nur als Schauplatz, sondern quasi als Gegen-Spieler für eine der Hauptfiguren: Diese Rolle hat Jonas Rothlaender der Stadt am Tejo zugedacht, in seinen Film Fado. Das Konzept ist aufgegangen: Die Intensität und Leidenschaft, die in Lisboa nicht nur in der Musik spürbar sind, lassen die Bilder teilweise schmerzen. Und fesseln dabei. In der Geschichte reist der junge Arzt Fabian seiner großen Liebe Doro hinterher, die als Architektin in Lissabon eine Arbeit gefunden hat. Hier gewinnt ihre Liebe zunächst wieder an Leben – doch auch Fabians großer Dämon Eifersucht. Wie Lissabon zu seiner Hauptrolle in Jonas‘ Film kam – und wie er die Stadt auch außerhalb des Films erlebt, erzählt Jonas Rothlaender hier, auf Lisboa-Soulcity.
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The Lisbon of Joana Viegas: Campo de Ourique

How picturesque the Campo de Ourique of Joana Viegas is, is becoming obvious in her paintings. Copyright: Joana Viegas
„A minha Lisboa“: In the case of Joana Viegas, it is the picturesque Campo de Ourique. Copyright: Joana Viegas

A minha Lisboa, that means „My Lisbon“. Providing views of the city, so intimate that they also sharpen the perception of those with whom they are shared. That’s the idea behind this column, which is the heart and soul of Lisboa-Soulcity. And it’s what the current exhibition A minha Lisboa does, by Lisbon’s illustrator Joana Viegas, ongoing until March, 16th in the O das Joanas Café, Largo do Intendente, 28. It can be reached with the green metro line, but it is situated in the center anyhow, being the prefect startpoint for a stroll through the Mouraria.

Here at Lisboa-Soulcity, the artist goes even further: She gives us pictures of her city, not only with her paintings, but live – in the relaxed neighborhood of Campo de Ourique, where she grew up. 

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Das Lissabon von Joana Viegas

"A minha Lisboa": Lissabon mit den Augen und der Kunst von Joana Viegas. Copyright: Joana Viegas
„A minha Lisboa“: In diesem Falle das von Joana Viegas. Nicht nur hier auf Lisboa-Soulcity, sondern auch in der Lissaboner „Leituria“. Copyright: Joana Viegas / Leituria

A minha Lisboa, das bedeutet „mein Lissabon“. Und steht für Sichten auf die Stadt, die so intim sind, dass sie immer auch die Wahrnehmung derer schärfen, mit denen sie geteilt werden. Das ist die Idee hinter dieser Rubrik, die ein Herzstück von Lisboa-Soulcity ist. Und es ist genau das, was die aktuelle Ausstellung A minha Lisboa der Lissaboner Illustratorin Joana Viegas ausmacht, zu sehen noch bis 21. Januar, in der Leituria, Rua Dona Estefânia, 123 a, in der Nähe der Metrostation Saldanha, wo die rote und die gelbe Linie sich kreuzen. Geöffnet hat die Leituria täglich von 10 bis 20 Uhr, ausser am Sonntag.

Hier auf Lisboa-Soulcity geht die Künstlerin noch weiter: Sie führt uns nicht nur mit ihren Bildern, sondern live in den entspannten Stadtteil Campo de Ourique, in dem sie aufgewachsen ist.

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Boas Festas, Lisboa!

Lisboa - Soulcity: Handgemachtes Lissabon zum Mitnehmen. Copyright: Eva Maekler
Lissabon, selbstgemacht. Mit Lisboa – Soulcity kann man sogar einen Hauch deutscher Weihnachtsmarktatmosphäre finden in der Stadt des Lichts. Copyright: Eva Maekler

Glühweinduft, bunte Lichter und Plätzchen – die deutsche Weihnachtsmarkt-Gemütlichkeit ist weltberühmt. Die portugiesische Übersetzung, live zu erleben in Lissabon, kennt ganz viele Varianten. Eine Konstante gibt es: Licht. Viel Licht. Oft auch bunt.

Lisboa - Soulcity: Lissabons Rossio, als riesiges Geschenk verpackt. Copyright: Eva Maekler
Lissabons Rossio: Zu Weihnachten im weißen Licht mit roter Schleife. Copyright: Eva Maekler

Das ist aber gar keine Voraussetzung, um wunderschön zu sein. Die Stadt des Lichts macht ihrem Beinamen im Winter nämlich noch einmal auf ganz besondere Weise Ehre. Bombastisch und minimalistisch zugleich zeigt sich zum Beispiel der zentrale Rossio, auf Stadtplänen auch mit dem offiziellen Namen Praça de Dom Pedro IV zu finden: Zwei riesige, begehbare Geschenkpakete aus Licht, in klassischem Weiß mit roter Schleife, passen sich hervorragend in die prächtige Kulisse des Stadtplatzes ein.

Geschenkpakete aus Licht schweben ueber Lissabons Rua Aurea. Copyright: Eva Maekler
Lisboa im Winter: Voller Geschenke aus Licht. Copyright: Eva Maekler

Kleiner und bunter, schweben viele Präsente über der Rua Áurea, bis hinunter zur Praça do Comércio. Im Chiado schweben die Geschenke-Schleifen über der Rua Garrett, außerdem gibt es Schneebälle, Sterne, Sternschnuppen … und das nicht nur in der Innenstadt, der Baixa, sondern auch in den den verschiedenen Stadtbezirken, den Freguesias. Dort gibt es auch manchmal, oft nur für ein paar Tage, Weihnachts-Märkte, die an die heimeligen deutschen Seelenwärmer erinnern. Nur sind sie für Lisboas Besucher schwerer zu finden als die großartigen Events, wie es sie im Dezember zum Beispiel auf der Praça do Comércio gibt (dazu demnächst natürlich auch mehr, hier auf Lisboa – Soulcity). Ein Beispiel ist die Avenida da Igreja, zwischen der Praça Alvalade (die grüne Metro-Linie Richtung Telheiras fährt direkt hin) und dem Largo Frei Heitor Pinto.

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Das Lissabon von Telmo Pires

„Se juntarmos todas as cores da cidade …“, so beginnt ein Liebeslied: „Wenn wir alle Farben dieser Stadt zusammenfügen …“ Ein Liebeslied an eine Stadt. Lisboa, seine Stadt: Telmo Pires. Der in Deutschland aufgewachsene portugiesische Fadosänger lebt seit vier Jahren in der Stadt des Fado. Den Text für Meu amor hat er noch in Berlin geschrieben – aufnehmen konnte er ihn bereits in Lissabon. Es war nicht nur ein Umzug zu den Wurzeln seiner Musik. Es war seine bisher größte Herausforderung: Er, der „Emigrant“, der in Deutschland bereits mit drei CDs musikalisch erfolgreich war und den in Portugal kaum jemand kennt, will es hier schaffen. Klar, dass er auf Skepsis trifft, manchmal vielleicht auch auf Neid. Aber eben auch auf die Besten seiner Branche. Die besten an der portugiesischen Gitarre, die besten Komponisten, die besten Texter … Sein Gedanke: „Wenn ich die nicht knacke, dann kann ich es vergessen.“ Das Ziel des Fado-Sängers, der die Grenzen seines Genres überschreitet: Einer von ihnen zu sein. Sein ganz persönliches Fado-Versprechen – Fado Promessa. So der Name seiner aktuellen CD, der ersten, die er in Portugal aufgenommen hat.

In Lissabon zu Hause: Telmo Pires und der Fado. Copyright: Telmo Pires
Lissabon ist für Telmo Pires untrennbar mit Fado verbunden. Aber nicht nur … Copyright: Telmo Pires

Das Ergebnis: Nach vier Jahren in der Stadt wird er geadelt. Durch einen der bedeutendsten Gralshüter seiner Kunst, das Museu do Fado. Mitverantwortlich für die erfolgreiche Bewerbung um die Anerkennung des Fado als immateriellem Kulturerbe. Die Auszeichnung trägt diese urportugiesische Musik seit November 2011, und damit hat das Museu do Fado ganz offiziell die Aufgabe, dieses Erbe zu pflegen. „Deswegen habe ich nie, nicht mal im Traume, einen Gedanken daran verschwendet, dass ich da spielen könnte“, sagt er im Gespräch mit Lisboa – Soulcity. Kurz, nachdem er dort gespielt hat. Diesen 17. Juli 2014 wird er in seinem Leben nicht vergessen. Doch seine Liebe zu dieser Stadt geht noch sehr viel tiefer. Auf Lisboa – Soulcity erzählt Telmo Pires davon, von seinen ganz persönlichen Highlights der Stadt – bei weitem nicht nur in Sachen Fado – und er zeigt Bilder, fotografische Momentaufnahmen aus seinem Lisboa. Das Lissabon von Telmo Pires weiterlesen