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Das Lissabon von Helena Reis, H.Reis.Capulana: Rund um die Alfama

Lissabons Alfama ist ihr "Arbeitszuhause": Helena Reis im Eingang von H.Reis.Capulana. Foto: Eva Maekler
Lissabons Alfama, mittendrin: Helena Reis im Eingang zu ihrem Atelier. Foto: Eva Maekler

Gute 350 Kilometer sind es von Marco de Canaveses, einem kleinen Städtchen auf der Höhe Portos, bis ins Herz Lisboas, die Alfama. Eine Drei-Stunden-Fahrt mit dem Auto. Oder auch ein paar Jahre, etliche kleine Umwege mit eingerechnet. Über Mosambik, zum Beispiel, um dort ein halbes Jahr als Lehrerin zu arbeiten. Eine Erfahrung, die Spuren hinterlaesst. Gefühle, Gerüche, Geräusche und Farben.

Lissabons Alfama ist die kreative Heimat von Helena Reis und Maria José. Foto: Eva Maekler
Kreative Heimat Alfama: Helena Reis (links) teilt sich Laden und Atelier im Herzen Lissabons mit Maria José. Foto: Eva Maekler

Wenigstens letztere kann man mitnehmen, zum Auf-der-Haut-tragen: Capulanas, farbenfrohe Tücher, die in Mosambik einfach um den Körper gewunden werden, zum Beispiel als Rock. Und wenn man dazu die Energie einer Helena Reis aus Marco de Canaveses hat, geht man damit nach Lissabon und macht die Stadt noch etwas multikultureller und kreativer. Damit jeder, der Lisboa besucht, nicht nur ein Stück Portugal mit nach Hause nehmen kann, sondern gleichzeitig mosambikanische Lebensfreude auf der Haut trägt. Für Lisboa-Soulcity geht die junge Designerin raus aus ihrem Atelier, in ihre persönliche Tag-für-Tag-Alfama, abseits aller Touristen-Tascas und Fado-Lokale. Und zeigt uns, wo in Lissabon afrikanische Up-to-date-Kultur am spannendsten zu erleben ist.

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Das Lissabon von Telmo Pires

„Se juntarmos todas as cores da cidade …“, so beginnt ein Liebeslied: „Wenn wir alle Farben dieser Stadt zusammenfügen …“ Ein Liebeslied an eine Stadt. Lisboa, seine Stadt: Telmo Pires. Der in Deutschland aufgewachsene portugiesische Fadosänger lebt seit vier Jahren in der Stadt des Fado. Den Text für Meu amor hat er noch in Berlin geschrieben – aufnehmen konnte er ihn bereits in Lissabon. Es war nicht nur ein Umzug zu den Wurzeln seiner Musik. Es war seine bisher größte Herausforderung: Er, der „Emigrant“, der in Deutschland bereits mit drei CDs musikalisch erfolgreich war und den in Portugal kaum jemand kennt, will es hier schaffen. Klar, dass er auf Skepsis trifft, manchmal vielleicht auch auf Neid. Aber eben auch auf die Besten seiner Branche. Die besten an der portugiesischen Gitarre, die besten Komponisten, die besten Texter … Sein Gedanke: „Wenn ich die nicht knacke, dann kann ich es vergessen.“ Das Ziel des Fado-Sängers, der die Grenzen seines Genres überschreitet: Einer von ihnen zu sein. Sein ganz persönliches Fado-Versprechen – Fado Promessa. So der Name seiner aktuellen CD, der ersten, die er in Portugal aufgenommen hat.

In Lissabon zu Hause: Telmo Pires und der Fado. Copyright: Telmo Pires
Lissabon ist für Telmo Pires untrennbar mit Fado verbunden. Aber nicht nur … Copyright: Telmo Pires

Das Ergebnis: Nach vier Jahren in der Stadt wird er geadelt. Durch einen der bedeutendsten Gralshüter seiner Kunst, das Museu do Fado. Mitverantwortlich für die erfolgreiche Bewerbung um die Anerkennung des Fado als immateriellem Kulturerbe. Die Auszeichnung trägt diese urportugiesische Musik seit November 2011, und damit hat das Museu do Fado ganz offiziell die Aufgabe, dieses Erbe zu pflegen. „Deswegen habe ich nie, nicht mal im Traume, einen Gedanken daran verschwendet, dass ich da spielen könnte“, sagt er im Gespräch mit Lisboa – Soulcity. Kurz, nachdem er dort gespielt hat. Diesen 17. Juli 2014 wird er in seinem Leben nicht vergessen. Doch seine Liebe zu dieser Stadt geht noch sehr viel tiefer. Auf Lisboa – Soulcity erzählt Telmo Pires davon, von seinen ganz persönlichen Highlights der Stadt – bei weitem nicht nur in Sachen Fado – und er zeigt Bilder, fotografische Momentaufnahmen aus seinem Lisboa. Das Lissabon von Telmo Pires weiterlesen