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„Lisboa na rua“: Sommer in der Stadt!

Lisboa na rua: Alis Ubbo Ensemble. Copyright: EGEAC - Cultura em Lisboa
Lissaboner Kreativität in den Genen: Das Alis-Ubbo-Ensemble benutzt einen der ersten Namen der Stadt, um diese mit neuen musikalischen Projekten zu bereichern. Am 20. September um 19 Uhr auf dem Largo do Intendente, mit einem Programm, das Astor Piazzolla gewidmet ist. Copyright: EGEAC – Cultura em Lisboa

Sommer in der Stadt – und Lissabon kostet seine lauen Nächte ganz besonders aus: Unter dem Motto Lisboa na rua holt die Stadt das kulturelle Leben aus den Bars, Theatern, Kinos und Konzertsälen nach draußen, auf die Plätze und in die Parks der Stadt.

Von Donnerstag, 21. August, bis Samstag, den 20. September kann man nachts von Open-Air-Kino über Kunstaktionen bis zu Konzerten ein übervolles Kulturprogramm erleben, unter freiem Himmel und bei freiem Eintritt. Mit einer der schönsten Städte der Welt als Kulisse. Und zwar von verschiedenen Plätzen aus – eine schönere Art, sowohl berühmte als auch dem gemeinen Touristen  eher weniger bekannte Ecken Lissabons kennenzulernen, gibt es kaum.

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Lissabons spannendstes Viertel: Mouraria

Lissabon: Streetart im Stadtteil Mouraria. Copyright: Eva Mäkler„Spiel nicht mit den Schmuddelkindern, sing‘ nicht ihre Lieder …“ Das alte Lied von Franz Josef Degenhardt mag manchen Touristen einfallen, die abschreckende Bilder des alten Lissaboner Mauren-Viertels Mouraria im Kopf haben. Die Lisboetas hatten nie diese Einstellung zu dem „Problem-Stadtteil“, der sich anschickt, keiner mehr zu sein. Vor allen seine Lieder haben sie nie aufgehört zu singen: Der Fado wurde und wird immer wieder neu in der Mouraria geboren. Und mittlerweile auch jede Menge neues Leben. Noch sind viele Häuser vom Verfall bedroht, doch die Renovierungsarbeiten sind trotz Krise im vollen Gang. Welche Priorität die Stadt der Wiederbelebung des Viertels einräumt, hat der Bürgermeister, António Costa, 2011 mit einem deutlichen Signal klar gemacht: Er verlegte seinen Amtssitz für drei Jahre an den Intendente-Platz – genau dorthin, wo sich bis dato weder Einheimische noch Touristen freiwillig bewegen sollten. Der Platz und die umliegenden Straßen waren von Prostitution, Drogenhandel und Kriminalität beherrscht. Entsprechend „begeistert“ waren Costas Mitarbeiter – doch sie mussten mit. Und heute sind nicht nur sie überzeugt. Kein Stein des Straßenpflasters blieb neben dem anderen, und nach völliger Neugestaltung wurde der Largo do Intendente im Sommer 2012 mit einer wochenlangen Veranstaltungsreihe neu eingeweiht – darunter ein großes Konzert der portugiesischen Kultband schlechthin, Xutos & Pontapés. Viele kreative Events folgten und etablieren sich mittlerweile. Heute ist der Platz „in“ in Lissabon.

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