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Lissabons Sommermusik: Fado im Freien

Lissabon mit Fado entdecken - das bieten die Visitas Cantadas, wie hier mit dem Fadista Jaime Dias in der Mouraria. Copyright: Museu do Fado
Lissabons historische Stadtteile Alfama, Mouraria und Castelo bereiten die Bühne für die kostenlosen Visitas Cantadas, wie hier mit dem Fadista Jaime Dias sowie, an den Gitarren, António Parreira und Guilherme Carvalhais, in der Mouraria. Copyright: Museu do Fado

Lissabons Sommer ruft tagsüber an den Strand und nachts in die Straßen der Stadt. Irgendwas wird immer gerade gefeiert hier, irgendwo  läuft garantiert gerade ein Film im Open-Air-Kino  – und jede Menge Live-Musik liefert den ganz individuellen Erinnerungs-Soundtrack an Lissabon, je nachdem, wann man gerade wo durch die Stadt streift. Die beste Chance, dabei nicht den Hauptbestandteil Lisboas musikalischer DNA zu verpassen, liefern die Visitas Cantadas. Das sind kostenlose Stadtteil-Rundgänge und Fado-Open-Air-Konzerte zugleich, an den Sommer-Wochenenden bis Ende August. Lisboa-Soulcity verrät die Details …

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Das Lissabon von Tiago Feio, Restaurant Leopold: Mouraria

In Lissabons Mouraria lädt Tiago Feio in sein Restaurant "Leopold". Foto: Eva Maekler
„Leopold“ in der Mouraria: Das Plakat im Hintergrund gibt einen Tip, woher Tiago Feio den Namen für sein Restaurant hat. Foto: Eva Maekler

Es klingt nach einem Stück Österreich mitten in Lissabons Mouraria – und ist es so gar nicht: Das Restaurant Leopold. Namensgeber war zwar ein Plakat des Leopold-Museums in Wien, benannt nach dem Sammler Rudolf Leopold – aber das ist einfach ein Stück Privatheit in diesem ganz persönlichen Restaurant-Projekt von Tiago Feio und seiner Frau Ana, in der Rua de São Cristóvão, 27. Das Plakat hing bei ihnen zu Hause, ein Lieblingssouvenir Anas. Österreichische Anklänge sollte man deshalb nicht erwarten in Tiagos Essen. Stattdessen portugiesische Avantgarde: Tiago kocht ohne Ofen und Herd. Sondern mit Vakuum und Dampf. Das ist nicht nur in dem Traditionsstadtteil Mouraria neu. Trotzdem  ist er einer, der hier bestens reinpasst. Davon musste er nur erst seine Nachbarn hier überzeugen. Es ist ihm gelungen. Bei einem Spaziergang mit Lisboa-Soulcity durch seine Mouraria, die Mouraria der neuen Generation, wie er sagt, wird schnell klar, wie: Mit viel Liebe.

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The Lisbon of Joana Viegas: Campo de Ourique

How picturesque the Campo de Ourique of Joana Viegas is, is becoming obvious in her paintings. Copyright: Joana Viegas
„A minha Lisboa“: In the case of Joana Viegas, it is the picturesque Campo de Ourique. Copyright: Joana Viegas

A minha Lisboa, that means „My Lisbon“. Providing views of the city, so intimate that they also sharpen the perception of those with whom they are shared. That’s the idea behind this column, which is the heart and soul of Lisboa-Soulcity. And it’s what the current exhibition A minha Lisboa does, by Lisbon’s illustrator Joana Viegas, ongoing until March, 16th in the O das Joanas Café, Largo do Intendente, 28. It can be reached with the green metro line, but it is situated in the center anyhow, being the prefect startpoint for a stroll through the Mouraria.

Here at Lisboa-Soulcity, the artist goes even further: She gives us pictures of her city, not only with her paintings, but live – in the relaxed neighborhood of Campo de Ourique, where she grew up. 

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Sommer in Lissabon: Filmreif!

Filmreife Lissaboner Szenen.Foto: Eva Maekler
Lissabon ist filmreif … und in heißen Julinächten verlegt sich das Geschehen manchmal auch auf die Leinwand! Foto: Eva Maekler

Lissabon ist filmreif. Und hört ganz bestimmt nicht auf, das zu feiern – auch nach dem großen Finale der CineConchas. In der ganzen Stadt gibt es regelmäßig die Möglichkeit, besonders an den Wochenenden in den unterschiedlichsten Stadtkulissen internationales Kino von Feinsten zu genießen. Unter freiem Himmel, fast immer in der Originalsprache und meistens gratis. Lisboa – Soulcity verrät die schönsten Film-Kulissen für traumhafte Sommernächte in Lissabon.

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„Lisboa na rua“: Sommer in der Stadt!

Lisboa na rua: Alis Ubbo Ensemble. Copyright: EGEAC - Cultura em Lisboa
Lissaboner Kreativität in den Genen: Das Alis-Ubbo-Ensemble benutzt einen der ersten Namen der Stadt, um diese mit neuen musikalischen Projekten zu bereichern. Am 20. September um 19 Uhr auf dem Largo do Intendente, mit einem Programm, das Astor Piazzolla gewidmet ist. Copyright: EGEAC – Cultura em Lisboa

Sommer in der Stadt – und Lissabon kostet seine lauen Nächte ganz besonders aus: Unter dem Motto Lisboa na rua holt die Stadt das kulturelle Leben aus den Bars, Theatern, Kinos und Konzertsälen nach draußen, auf die Plätze und in die Parks der Stadt.

Von Donnerstag, 21. August, bis Samstag, den 20. September kann man nachts von Open-Air-Kino über Kunstaktionen bis zu Konzerten ein übervolles Kulturprogramm erleben, unter freiem Himmel und bei freiem Eintritt. Mit einer der schönsten Städte der Welt als Kulisse. Und zwar von verschiedenen Plätzen aus – eine schönere Art, sowohl berühmte als auch dem gemeinen Touristen  eher weniger bekannte Ecken Lissabons kennenzulernen, gibt es kaum.

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Lissabons spannendstes Viertel: Mouraria

Lissabon: Streetart im Stadtteil Mouraria. Copyright: Eva Mäkler„Spiel nicht mit den Schmuddelkindern, sing‘ nicht ihre Lieder …“ Das alte Lied von Franz Josef Degenhardt mag manchen Touristen einfallen, die abschreckende Bilder des alten Lissaboner Mauren-Viertels Mouraria im Kopf haben. Die Lisboetas hatten nie diese Einstellung zu dem „Problem-Stadtteil“, der sich anschickt, keiner mehr zu sein. Vor allen seine Lieder haben sie nie aufgehört zu singen: Der Fado wurde und wird immer wieder neu in der Mouraria geboren. Und mittlerweile auch jede Menge neues Leben. Noch sind viele Häuser vom Verfall bedroht, doch die Renovierungsarbeiten sind trotz Krise im vollen Gang. Welche Priorität die Stadt der Wiederbelebung des Viertels einräumt, hat der Bürgermeister, António Costa, 2011 mit einem deutlichen Signal klar gemacht: Er verlegte seinen Amtssitz für zwei Jahre an den Intendente-Platz – genau dorthin, wo sich bis dato weder Einheimische noch Touristen freiwillig bewegen sollten. Der Platz und die umliegenden Straßen waren von Prostitution, Drogenhandel und Kriminalität beherrscht. Entsprechend „begeistert“ waren Costas Mitarbeiter – doch sie mussten mit. Und heute sind nicht nur sie überzeugt. Kein Stein des Straßenpflasters blieb neben dem anderen, und nach völliger Neugestaltung wurde der Largo do Intendente im Sommer 2012 mit einer wochenlangen Veranstaltungsreihe neu eingeweiht – darunter ein großes Konzert der portugiesischen Kultband schlechthin, Xutos & Pontapés. Viele kreative Events folgten und etablieren sich mittlerweile. Heute ist der Platz „in“ in Lissabon.

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