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Lissabons Sommermusik: Fado im Freien

Lissabon mit Fado entdecken - das bieten die Visitas Cantadas, wie hier mit dem Fadista Jaime Dias in der Mouraria. Copyright: Museu do Fado
Lissabons historische Stadtteile Alfama, Mouraria und Castelo bereiten die Bühne für die kostenlosen Visitas Cantadas, wie hier mit dem Fadista Jaime Dias sowie, an den Gitarren, António Parreira und Guilherme Carvalhais, in der Mouraria. Copyright: Museu do Fado

Lissabons Sommer ruft tagsüber an den Strand und nachts in die Straßen der Stadt. Irgendwas wird immer gerade gefeiert hier, irgendwo  läuft garantiert gerade ein Film im Open-Air-Kino  – und jede Menge Live-Musik liefert den ganz individuellen Erinnerungs-Soundtrack an Lissabon, je nachdem, wann man gerade wo durch die Stadt streift. Die beste Chance, dabei nicht den Hauptbestandteil Lisboas musikalischer DNA zu verpassen, liefern die Visitas Cantadas. Das sind kostenlose Stadtteil-Rundgänge und Fado-Open-Air-Konzerte zugleich, an den Sommer-Wochenenden bis Ende August. Lisboa-Soulcity verrät die Details …

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Das Lissabon von Telmo Pires

„Se juntarmos todas as cores da cidade …“, so beginnt ein Liebeslied: „Wenn wir alle Farben dieser Stadt zusammenfügen …“ Ein Liebeslied an eine Stadt. Lisboa, seine Stadt: Telmo Pires. Der in Deutschland aufgewachsene portugiesische Fadosänger lebt seit vier Jahren in der Stadt des Fado. Den Text für Meu amor hat er noch in Berlin geschrieben – aufnehmen konnte er ihn bereits in Lissabon. Es war nicht nur ein Umzug zu den Wurzeln seiner Musik. Es war seine bisher größte Herausforderung: Er, der „Emigrant“, der in Deutschland bereits mit drei CDs musikalisch erfolgreich war und den in Portugal kaum jemand kennt, will es hier schaffen. Klar, dass er auf Skepsis trifft, manchmal vielleicht auch auf Neid. Aber eben auch auf die Besten seiner Branche. Die besten an der portugiesischen Gitarre, die besten Komponisten, die besten Texter … Sein Gedanke: „Wenn ich die nicht knacke, dann kann ich es vergessen.“ Das Ziel des Fado-Sängers, der die Grenzen seines Genres überschreitet: Einer von ihnen zu sein. Sein ganz persönliches Fado-Versprechen – Fado Promessa. So der Name seiner aktuellen CD, der ersten, die er in Portugal aufgenommen hat.

In Lissabon zu Hause: Telmo Pires und der Fado. Copyright: Telmo Pires
Lissabon ist für Telmo Pires untrennbar mit Fado verbunden. Aber nicht nur … Copyright: Telmo Pires

Das Ergebnis: Nach vier Jahren in der Stadt wird er geadelt. Durch einen der bedeutendsten Gralshüter seiner Kunst, das Museu do Fado. Mitverantwortlich für die erfolgreiche Bewerbung um die Anerkennung des Fado als immateriellem Kulturerbe. Die Auszeichnung trägt diese urportugiesische Musik seit November 2011, und damit hat das Museu do Fado ganz offiziell die Aufgabe, dieses Erbe zu pflegen. „Deswegen habe ich nie, nicht mal im Traume, einen Gedanken daran verschwendet, dass ich da spielen könnte“, sagt er im Gespräch mit Lisboa – Soulcity. Kurz, nachdem er dort gespielt hat. Diesen 17. Juli 2014 wird er in seinem Leben nicht vergessen. Doch seine Liebe zu dieser Stadt geht noch sehr viel tiefer. Auf Lisboa – Soulcity erzählt Telmo Pires davon, von seinen ganz persönlichen Highlights der Stadt – bei weitem nicht nur in Sachen Fado – und er zeigt Bilder, fotografische Momentaufnahmen aus seinem Lisboa. Das Lissabon von Telmo Pires weiterlesen